Klimaschutzkonzept für den Ennepe-Ruhr-Kreis

Im Mai 2017 begann die Erarbeitung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes für den Ennepe-Ruhr-Kreis, dessen Erstellung vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert wird. Doch wozu dient ein Klimaschutzkonzept? Grundlegend wird das Ziel verfolgt, den Klimaschutz als Querschnittsaufgabe nachhaltig in der Kommune zu verankern. Das Konzept ermöglicht es dabei, strategische Entscheidungen zu treffen und dient zusätzlich als Planungshilfe für zukünftige Klimaschutzaktivitäten und Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung.

Das Ingenieurunternehmen GERTEC GmbH & Co. KG mit Sitz in Essen wurde vom Ennepe-Ruhr-Kreis damit beauftragt, das Gutachten zur Aufstellung eines solchen integriertes Klimaschutzkonzeptes anzufertigen, welches neben den regulären Handlungsfeldern wie u. a. Verkehr und Mobilität, Öffentlichkeitsarbeit und interkommunale Zusammenarbeit zusätzlich das optionale Handlungsfeld Anpassung an den Klimawandel enthalten soll, wodurch der Ennepe-Ruhr-Kreis neue Akzente setzt. Das Klimaschutzkonzept zeigt dabei u. a. technische und wirtschaftliche Potentiale zur Minderung von Treibhausgasen und entsprechende Maßnahmen zur Verringerung der Energieverbräuche auf. Fachliche Unterstützung für die GERTEC leisten die Planersocietät aus Dortmund und die EPC Projektberatung und Kommunikation aus Essen.

Ziel des integrierten Klimaschutzkonzeptes ist es, ein realistisches und umsetzbares Maßnahmenprogramm als Gesamtstrategie zum regionalen Klimaschutz aufzuzeigen. Dabei wird auf die erfolgreiche Arbeit des Netzwerks der Energie-Effizienz-Region EN mit den Partnern AVU AG, Stadtwerke Witten GmbH sowie der EN-Agentur aufgesetzt und deren bisherigen Aktivitäten weiterentwickelt und ergänzt.

Mit Unterstützung der Netzwerkpartner konnte für die Bürgerbeteiligung im Rahmen der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes ein prominenter Gastredner engagiert werden. Der bekannte Wettermoderator Sven Plöger erklärte vor 250 Zuhörern in Schwelm und am gleichen Abend nochmals vor über 100 Personen in Witten, welche Auswirkungen der Klimawandel in Zukunft auf unser Wetter haben wird. Im Anschluss an den Vortrag bestand für die Teilnehmer noch die Möglichkeit, mit Vertretern aus der Verwaltung und von den Energieversorgern über die Themen Klimaschutz- und Klimaanpassung zu diskutieren und eigene Ideen für das Klimaschutzkonzept vorzubringen.

Sven Plöger auf der Bühne im Triebwerk in Schwelm
Sven Plöger auf der Bühne im Triebwerk in Schwelm

Im Frühling 2018 wird das integrierte Klimaschutzkonzept vom Gutachter vorliegen. Im Anschluss ist für den Frühsommer ein politischer Beschluss des Kreistages zum Konzept zu erwarten, so dass ab dem zweiten Halbjahr mit der Umsetzung der Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimafolgenanpassung durch öffentliche und private Akteure im Ennepe-Ruhr-Kreis begonnen werden kann.