3. Energie-Werkstatt Produktionswirtschaft

Sparen mit Gewinn

Im November fand bereits das dritte Treffen von Unternehmen im Kreis statt, um über Effizienzgewinne bei Energie, Wasser und Rohstoffen zu sprechen. An zahlreichen Beispielen wurde deutlich: Die Betriebe können eine Menge sparen, und sie bekommen dafür kompetente Unterstützung. Von der AVU, den Staxdtwerken Witten und der EN-Agentur, den Initiatoren der Energie Effizienz Region EN.

Rund 50 Gäste aus den Betrieben des Ennepe-Ruhr-Kreises waren der Einladung zur „3. Energie-Werkstatt Produktionswirtschaft" bei der AVU in Gevelsberg gefolgt. Für die Energiewende in der Region spielen die Betriebe eine wichtige Rolle. Schließlich verbrauchen sie erhebliche Mengen Strom, Erdgas und Wasser. In der „Werkstatt" erfahren die Unternehmen, welche Einsparpotenziale es gibt, und vor allem: Sie können sich untereinander austauschen. Denn oft entstehen gerade in Gesprächen Ideen für neue Projekte.

Drei sehr verschiedene Berichte über erfolgreiche Effizienzsteigerungen machten deutlich: Es gibt sehr viele Ansatzpunkte zur Optimierung, und diese lassen sich auch bei kleineren Unternehmen finden. Außerdem ist nicht immer eine umfangreiche Investition nötig. Manchmal genügt schon eine einfache Verhaltensänderung der Mitarbeiter.

„Wenn die Beschäftigten informiert sind, lassen sich die Dinge leichter umsetzen", sagte Max Heumann von den Deutschen Edelstahlwerken Witten. So habe man in Vorträgen, auf Belegschaftsversammlungen und in der Mitarbeiterzeitung umfangreich über die „Initiative Energieffizienz" des Stahlbetriebs informiert. Es wurden sogar Strommessgeräte ausgegeben, um die 4.000 Mitarbeiter auch in ihrem privaten Umfeld für das Thema Energiesparen zu sensibilisieren. Mit der „Initiative" verbessern die Werke seit 2007 ihren Energiebedarf, der bei der Herstellung von Edelstahl-Langprodukten recht hoch ist. In rund 50 Projekten konnte innerhalb von drei Jahren der Gesamtenergieverbrauch um zwei Prozent gesenkt werden – das sind 45.000 Megawattstunden pro Jahr.

Des weiteren referierte Ralf Waldmann von der VPF-Veredelungsgesellschaft in Sprockhövel. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Beschichtungstechnik. Dabei geht es ganz besonders um den richtigen Rohstoffeinsatz. „Zusammen mit der Effizienz-Agentur NRW und Herrn Dr. Drenk von der EN-Agentur haben wir ein entsprechendes Projekt aufgesetzt", berichtete Waltmann und betonte: „Als kleiner Mittelständler haben wir nicht die Management-Kapazität, solche Projekte allein zu stemmen. Da macht es Sinn, kluge Köpfe von außen zu holen."

Kompetenter externer Beratung bediente sich auch die Lackiererei Frischkorn aus Ennepetal. Bereits 2005 nahm das Unternehmen an „Ökoprofit" teil. Daraus erwuchsen in den folgenden Jahren weitere Einsparmaßnahmen, unter anderem: eine Regenwasser-Nutzungsanlage, modernisierte Lackierkabinen und in diesem Jahr ein Blockheizkraftwerk für die Energie-Eigenerzeugung. Solche Effekte von „Ökoprofit" wünscht sich die EER auch für die Teilnehmer des nächstes Jahr wieder aufgelegten Kooperationsprojekts. Bereits zugesagt hat Möbel Ostermann aus Witten. Haben auch Sie Interesse an „Ökoprofit"? Dann wenden Sie sich bitte an Dr. Dirk Drenk von der EN-Agentur, 02324 564818, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

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