Das Projekt

Akteure EER Veranstaltung Dorma 2016

„Energie-Effizienz-Region“

Haben die CO2-Ziele der Bundesregierung immer klar vor Augen: Die Energie-Effizienz-Region EN (v.l.n.r.) mit Andreas Schumski (Geschäftsführer der Stadtwerke Witten GmbH), Landrat Olaf Schade, Uwe Träris (Vorstand der AVU AG), Dr. Dirk Drenk (Koordinator des Netzwerks) und Jürgen Köder (Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr Gmb)

Vorreiter in Sachen Klimaschutz

Bereits seit November 2010 besteht das Projekt Energie-Effizienz-Region EN, welches von der Wirtschaftsförderungsagentur des Ennepe-Ruhr-Kreises und den kommunalen Energiedienstleistern, AVU und Stadtwerke Witten, ins Leben gerufen wurde.

Umfassende Energiebilanz zum Start

Zu Beginn des Projekts erfolgte eine umfassende Bilanzierung und Bewertung des Energieverbrauchs in der Region. Getrennt in die Kategorien Wohnen, Wirtschaft, Verkehr, Industrie sowie Strom- und Gasverbrauch fand eine Erhebung des Ist-Zustandes statt, die das Fundament für die Entwicklung konkreter Handlungsfelder bildete.
Dabei wurde insbesondere dem Handlungsfeld der betrieblichen Energie- und Ressourceneffizienz eine besondere Bedeutung für die Region zugemessen, da über die Gruppe der Unternehmen besonders große CO2-Einsparungen zu realisieren sind. Darüber hinaus wurde festgehalten, dass der Schlüssel für die nachhaltige Entwicklung der Region insgesamt in der Senkung des Energieverbrauchs, dem energieeffizientem Handeln und dem sinnvollen, wirtschaftlichen Ausbau der erneuerbaren Energien liegt.
Schnell stand fest, dass die gesetzten Ziele nur durch die Zusammenarbeit aller relevanten Akteure erreicht werden können. Daher ist es die Intention der Energie-Effizienz-Region EN, Verantwortliche aus den Reihen der Politik, Verwaltung, Wirtschaft sowie die Energieversorger und Verbände zusammen zu bringen, im Dialog effektive Lösungswege zu entwickeln und diese zusammen zu beschreiten. Nur so wird es gelingen, die Energiewende erfolgreich zu meistern.

Energie-Werkstätten

Die Energie-Werkstätten als Informations- und Motivationsplattform bieten dabei den notwendigen Rahmen für die Erarbeitung konkreter Lösungen. Bisher fanden Energie-Werkstätten in regelmäßigen Abständen u.a. in den Handlungsfeldern erneuerbare Energien, Wohnungs- und Produktionswirtschaft statt. Auch für die kommunalen Verwaltungen sind Energie-Werkstätten durchgeführt worden, um den kommunalen Klimaschutz zu unterstützen. Das Veranstaltungsformat der Energie-Werkstätten hat sich als erfolgreiches Mittel für die Entwicklung, speziell auf die Besonderheiten des Ennepe-Ruhr-Kreises angepasster Maßnahmen und Konzepte, bewährt.

Eine Zwischenbilanz

Die Umsetzung der bundesdeutschen Klimaschutzziele auch für die Region ist das übergeordnete Ziel aller Akteure im Kreis. Wie weitere Datenerhebungen mit dem Basisjahr 2014 zeigen, sind insbesondere die Energie-Effizienz-Ziele bereits übererfüllt worden. So erreichte der EN-Kreis bereits im Jahr 2014 eine Reduzierung des Energieverbrauchs im gesamten Kreis von rund 29%, anstatt der von der Bundesregierung geforderten 20% bis zum Jahr 2020. Damit kann der Ennepe-Ruhr-Kreis wahrlich als Energie-Effizienz-Region bezeichnet werden.

Erhöhung des Anteils Erneuerbarer Energien als enorme Herausforderung

Der Ennepe-Ruhr-Kreis ist u. a. aufgrund seiner topographischen Vielfalt als attraktive Tourismusregion bekannt und beliebt. Genau diese topographische Vielfalt ist jedoch auch ein Grund für die nur begrenzte Möglichkeit der Errichtung von Windkraftanlagen. Weitere Gründe sind die hohe Siedlungsdichte im Kreis, sowie eine Vielzahl von schützenswerter Flora und Fauna, die großzügige Abstandsflächen der Windräder zu diesen Flächen notwendig machen. Doch besonders der Windenergie wird eine tragende Rolle beim Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland beigemessen. Der EN-Kreis wird bedingt durch diese Restriktionen die Klimaschutzziele im Bereich der Nutzung erneuerbarer Energien nicht erreichen können. Gleichwohl versuchen die lokalen Energieversorger private Haushalte und gewerbliche Betriebe von den Möglichkeiten der Nutzung des Photovoltaikstroms zu überzeugen. Zumindest in diesem Bereich besteht für den Ennepe-Ruhr-Kreis noch großes Aufholpotenzial.